Verkehrssicherheit in Aarberg

Verkehrssicherheit in Aarberg

Verkehrssicherheit in Aarberg

Einleitung

Im Informationspapier „Dialog“ vom November 2002 hat sich die FDP Aarberg ausführlich mit dem Thema „Verkehrspolitik für Aarberg“ befasst und sich der Bevölkerung mitgeteilt.

Die Hauptsziele waren:

  • Gewährleistung der Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer (Kinder, Schüler, ältere Leute, Velofahrer usw.).
  • Einführung von Tempo 30 in den Aussenquartieren.
  • Begegnungszone im Stedtli.
  • Senken des Verkehrslärmes.

Die Partei stellte klare Forderungen an den Gemeinderat. Unsere Anliegen wurden im Verkehrsrichtplan der Gemeinde, welcher seit 2008 in Kraft ist, berücksichtigt und somit unsere Forderungen aus dem Jahre 2002 im Wesentlichen umgesetzt. Kürzlich konnte auch eine Lösung im Stedtli betreffend die Begegnungszone gefunden werden. Einzig die Umfahrungsstrasse ist vom Kanton auf Eis gelegt worden.

Abhängigkeiten

Bei den Hauptzufahrtstrassen von und nach Aarberg sowie der Holzbrücke handelt es sich um Kantonsstrassen. Regelungen, die diese Strassen betreffen, fallen in die Hoheit des Kantons und nicht in jene der Gemeinde Aarberg.

Die wichtigsten Planungsgrundlagen des Kantons sind:

  • Gesamtmobilitätsstrategie des Regierungsrates vom August 2008.
  • Als teilregionale Richtpläne genehmigte Regionale Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzepte (RGSK) aus dem Jahre 2012.

Nebst dem hausgemachten Verkehr wird der Durchgangsverkehr insbesondere durch den Schwerverkehr geprägt. Saisonbedingt wird das Strassennetz im Herbst durch die Zuckerrübenkampagne zusätzlich belastet. Nach der Eröffnung des Autobahn-Südastes in Biel ist eine Zunahme des Durchgangsverkehres zu erwarten. Der Bau und Betrieb des Holzheiz- kraftwerkes der Zuckerfabrik in Aarberg wie auch der kommende Kiesabbau in Kallnach werden ebenfalls zusätzlichen Schwerverkehr verursachen.

Das Tiefbauamt des Kantons Bern ermittelte mit einer Zählung im Jahre 2012 eine Verkehrsbelastung auf der Strasse von Lyss nach Aarberg von 13’500 Fahrten pro Tag.

In der Trendvorhersage rechnete der Kanton für das Jahr 2030 auf der gleichen Strecke mit 16’650 Fahrten pro Tag! Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens für das Holzheizkraftwerk in Aarberg wurde eine Verkehrszählung gemacht. Diese Verkehrszählung ergab im Jahre 2015 ergaben bereits rund 17’000 Fahrten pro Tag (ohne Rübenkampagne). Tatsache ist, dass der Verkehr innerhalb von 4 Jahren um 25% zugenommen hat. Werden diese beiden Projekte umgesetzt, wird insbesondere der Lastwagenverkehr stark zunehmen. Aarberg braucht zwingend eine Entlastung für den hauseigenen Verkehr.

Handlungsspielraum der Gemeinde

Die Gemeinde Aarberg kann ausschliesslich über Gemeindestrassen selbständig entscheiden. Der zunehmende Schwerverkehr erfordert die Schaffung von sichereren Strassenübergängen für die schwächsten Verkehrsteilnehmer, insbesondere für die Kinder (Kindergarten, Schule). An neuralgischen Punkten wie der Einfahrt von der Bielstrasse, der Bärenkreuzung, der Querung der Bahnhofstrasse etc. sind die Sicherheit und der Verkehrsfluss wesentlich zu verbessern.

Die Forderungen der FDP

  • Die Verkehrssicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer ist laufend den sich ändernden Verhältnissen anzupassen und zu verbessern.
  • Der Verkehrsfluss bei der Einmündung Bielstrasse in die Murtenstrasse ist zu verbessern.
  • Im Zusammenhang mit der Überbauung „Postareal“ ist die Querung der Bahnhofstrasse für die Fussgänger sicherer zu gestalten und zu verbessern.
  • Auf der Bahnhofstrasse/Lyssstrasse ist die Sicherheit für den Langsamverkehr (Velofahrer, Kleinmotorräder) zu verbessern.
  • Der Verkehrsfluss des Postautoverkehres ist mit geeigneten Mitteln sicherzustellen.
  • Die Verkehrsteilnehmer (Velofahrer, Kleinmotorräder) sind auf der Bargenbrücke massiv gefährdet und deshalb muss die Situation rasch verbessert werden. Als gutes Beispiel führen wir die Hagneckbrücke an.
  • Die Realisierung der Umfahrung von Aarberg ist konsequent weiter zu verfolgen. Die Gemeinde muss sicherstellen, dass bei jeder Zunahme des Schwerverkehres (Eröffnung Autobahn-Südast in Biel, Bau und Betrieb Holzheizkraftwerk der Zuckerfabrik, Kiesabbau in Kallnach)
  • Verkehrszählungen vorgenommen werden. Solche Verkehrszählungen haben regelmässig alle 3 Jahre stattzufinden. Sobald die Zahl von 18’000 Fahrten pro Tag überschritten wird, muss der Gemeinderat beim Kanton die Realisierung der Umfahrungsstrasse verlangen.

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